Warum Mac

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“Wieso habt ihr eigentlich Mac?!” Eine Frage, die mir immer wieder mal gestellt wird.

Zuerst einmal: Wir sind mit dem Mac keine Exoten, wie einige vielleicht meinen: In der Schweiz beträgt der Anteil von Apple Computern zwar lediglich zehn Prozent (vor wenigen Jahren waren es noch rund 6 Prozent). In einzelnen Branchen wiederum, z.B. bei den Grafikern, wird fast ausschliesslich mit Macs gearbeitet. Von den Schweizer Schulen benutzt immerhin rund ein Viertel Macs. In einzelnen Kantonen, konkret BL und VD, sind es nahezu 100 Prozent, wobei dies hier politische Gründe hat.

Ein wichtiger Grund, warum ich mich Ende 2007 dafür eingesetzt habe, unser Schulhaus mit Macs auszurüsten, liegt darin, dass sie mir als iScout allein schon hardwareseitig sehr viel Aufwand ersparen. In der Anschaffung ist der Mac zwar teurer, im Unterhalt jedoch wesentlich einfacher und somit unter dem Strich vermutlich auch billiger und vor allem weniger Nerven aufreibend.

Das Bild über diesem Blog gibt eine Idee davon, warum dies so ist: rechts einer unserer iMacs, links ein Windows-PC der Marke Dell mit vergleichbarer Leistung und Ausstattung. Wie lange dauert es wohl, vor den Sommerferien einen iMac ab- und wieder aufzubauen – und wie lange braucht man für den PC? Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Plus ist die Einheitlichkeit der Hardware. Windows- und Linux-Nerds mögen es als Einschränkung der Wahlfreiheit bezeichnen, dass beim Mac das Modell des eingebauten DVD-Laufwerks schon beim Kauf vorgegeben ist. Ich hingegen sehe hier fast nur Vorteile: So können sich die Programmierer des Mac OS X Betriebssystem auf wenige Modelle beschränken und diese gründlich austesten. Mac Hardware läuft in der Regel reibungslos. In den Jahren, in denen ich mit Mac arbeite, musste ich mich mich noch nie mit Treiber-Problemen herumschlagen; auch musste ich noch nie das ganze Betriebssystem neu aufsetzen, weil es irgendwann einfach nicht mehr richtig laufen wollte. Welcher Windows Power User kann dasselbe von sich sagen?

Ein weiterer entscheidender Grund liegt für mich persönlich in der Handhabung des Mac OS X Betriebssystems und dessen Unix-Aufbau, wobei solche Vorlieben natürlich immer auch Geschmackssache sind. Für den Durchschnitts-Anwender ist Mac OS X nicht schwieriger zu bedienen als eine Variante von Windows; in beiden Betriebssystemen findet man sich intuitiv gut zurecht. Wer trotzdem mit Überwindungsproblemen kämpft, kann sich auch im Hinterkopf behalten, dass die überwiegende Mehrheit der Mac User Konvertiten sind, die früher mal (in meinem Fall recht intensiv) mit Windows gearbeitet haben, aus irgend einem Grund den Mac kennengelernt haben und nun um nichts in der Welt wieder zurück wechseln möchten.

Es geht mir ja eigentlich gar nicht darum zu missionieren, zumal ich in den letzten Jahren Apple und Steve Jobs’ Kontrollwahn gegenüber eine wesentlich kritischere Haltung eingenommen habe als auch schon. Und auch ein Mac hat ja durchaus seine Macken und kann zwischendurch auch ziemlich nerven. Trotzdem kann ich mir das Folgende nicht verkneifen: ;-)