Viel mehr Leistung für viel weniger Geld

Swisscom: Ein bisschen jammern und mit der Kündigung drohen lohnt sich.

Swisscom: Ein bisschen jammern und mit der Kündigung drohen lohnt sich.

Ich war nie ein Schnäppchenjäger. Zwar lebe ich preisbewusst, aber immer nach Aktionen rumzuschauen oder nach dem günstigsten Angebot, ist mir wesensfremd. Aus diesem Grund bin ich seit Jahren zufriedener Swisscom-Kunde. Auch wenn andere Anbieter zuweilen etwas günstigere Angebote haben mögen, haben mich ein paar Franken im Monat nie zu einem Wechsel veranlasst. Dies auch deswegen, weil ich mit dem Swisscom-Kundendienst sehr zufrieden bin und man von Kunden der Konkurrenz zuweilen andere Geschichten hört.

Letzte Woche ist es mir aber doch passiert: Ich ging an einem Orange-Shop vorbei und wurde auf ein zeitlich beschränktes Angebot aufmerksam: Dieses beinhaltete unter anderem unbegrenzte Gratis-SMS (was mich noch kalt liess, weil ich so gut wie nie SMS schreibe), vor allem aber 1 GB Internet-Daten pro Monat, und das alles für eine Monatsgebühr von 25 Franken. (Oder warens sogar 20 Franken? Ich weiss es nicht mehr sicher. ) Zum damaligen Zeitpunkt bezahlte ich bei Swisscom monatlich 25 Fr. für eine Datenmenge von 100 MB.

Das überzeugte mich dann doch. Als Kunde, der mit seinem Handy nicht nur keine SMS schreibt, sondern auch fast nie telefoniert, dafür aber gerne grössere Mengen von Daten transferiert, gibt es für mich bei Swisscom kein wirklich geeignetes Abonnement. Das Angebot von Orange veranlasste mich tatsächlich, mich für einen Anbieterwechsel zu entscheiden.

Ich ging am nächsten Tag ins Orange-Geschäft. Dazu ein kleiner Tipp für angehende Lehrlinge: Nachdem man sich im Laden vermeintlich klar ausgedrückt hat, die Verkäuferin dann aber widerspricht, um dann meine Aussagen inhaltlich fast exakt zu wiederholen, fördern Sätze wie „Also jetzt weiss ich auch nicht mehr, was sie eigentlich wollen“ nicht gerade die Kundenbindung. Trotzdem war ich bereit, mein neues Orange-Abo abzuschliessen. Dann kam mir aber noch die Frage in den Sinn, ob ich meinen SIM-Lock bei meinem aktuellen, mit dem Swisscom-Abo vergünstigt bezogenen iPhone so einfach aufheben kann. (Ja, kann ich, wie ich mittlerweile weiss).

Da die Motivation der Verkäuferin, mit mir dieses Abo abzuschliessen, nicht gerade enthusiastisch war, erklärte ich, dass ich erst mal mit dem Swisscom-Support diese noch nicht ganz unbedeutende Frage kläre und dann wieder komme, um das Abo fertig abzuschliessen. Das hatte ich auch vor, ehrlich, dann aber das:

Wer nicht feilscht, ist blöd

Die sehr freundliche Mitarbeiterin beim Swisscom-Kundendienst beantwortete zunächst meine Frage nach dem SIM-Lock dahingehend, dass dies problemlos gehe. Als ich dann zur Kündigung des Swisscom-Abos schreitete, wollte sie von mir noch meine Beweggründe wissen. Ich sagte, dass ich mit Swisscom sehr zufrieden sei, die Swisscom aber leider nicht das passende Abo für mich habe, im Gegensatz zur Konkurrenz. Und jetzt kommts:

Zahlte ich bislang 25 Fr. monatlich für 100 MB Daten (wobei ein SMS 20 Rp. kostete und ein Anruf 70 Rp.), so wurden mir von Swisscom 250 MB Daten mit 50 Gratis-SMS pro Monat angeboten, und zwar für 19 Fr. im Monat. Oder anders gesagt: Ich krieg jetzt das Swisscom „liberty primo“ zu einem Drittel des normalerweise angebotenen Preises, und das mindestens auf zwei Jahre hinaus. Unter Androhung der Abo-Kündigung erhalte ich nun also plötzlich wesentlich mehr Leistung für wesentlich weniger Geld.

Ich weiss nicht so recht, wie schrecklich ich mich nun über meinen neuen Swisscom-Vertrag freuen soll. Letztich bedeutet es ja vor allem, dass ich in all den Jahren zuvor für mein Abo viel zu viel bezahlt habe.

Erfolgreiche Kündigungsdrohung: Das "liberty primo" erhalte ich nun für 19 Franken statt für 29.

Erfolgreiche Kündigungsdrohung: Das „liberty primo“ erhalte ich nun für 19 Franken statt für 29.

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