Autor: Andreas Stricker

Politiker und das Problem Internet

Der obige kurze Film bezieht sich zwar auf Deutschland, dennoch ist es erschreckend, wie wenig Entscheidungsträger über die Sache, über die sie Gesetze verabschieden, überhaupt wissen. (Brigitte Zypries zum Beispiel, die nicht weiss, was ein Browser ist, ist derzeit an der Ausarbeitung eines Gesetzes beteiligt, mit dem die Vorratsdatenspeicherung von persönlichen Daten unbescholtener Bürger eingeführt werden soll.)

Vielleicht dreht ja jemand von uns mal mit seiner Klasse einen solchen Film über unsere eigenen Volksvertreter? Damit es nicht auch bei uns noch so weit kommt: 🙂

Zukunft mit Internet

Wie die Zukunft der Medien im Internet angegangen werden könnte, und was die althergebrachten Institutionen alles in Bewegung setzen, um sich ihr zu verschliessen. Auch den einen oder anderen iScout könnte vielleicht dieser lesenswerte Beitrag bei Carta interessieren.

Schulgetwitter

Eine Lehrerin in Schottland hat über Twitter Nachrichten aus der Schule und über die Schule verschickt. Mit ein wenig Recherche findet man auch ein paar Auszüge aus ihrem Mini-Blog:

  • Had S3 period 6 for last two years…don’t know who least wants to do anything, them or me
  • Have three Asperger’s boys in S1 class – never a dull moment! Always offer an interesting take on things
  • The thought of having some of my S4 beyond exam time doesn’t bear thinking about – for them as well as me I suspect
  • Depute came in while I was logging on

Die Angelegenheit wird nun polizeilich untersucht, zumal in Schottland für Lehrpersonen während der Arbeit allein schon die Nutzung von sozialen Netzwerken (dazu gehört im übrigen auch Facebook) verboten ist. Wie der Tages Anzeiger schreibt, wird bezüglich möglichen Disziplinarmassnahmen ausschlaggebend sein, ob die Lehrerin negativ über namentlich genannte Schüler getwittert hat.

Regieren mit dem Internet

Wie heute unter anderem dem St. Galler Tagblatt zu entnehmen ist, setzt Barack Obama mit seinem Open Government auch im Internet neue Massstäbe.

Wie lange wird es wohl dauern, bis unser Bundesrat einen vergleichbaren Bürgerservice bietet? Werden es nur Jahre sein, oder müssen wir eher mit Jahrzehnten rechnen? 😉

Von unseren Bundesräten gibt es gegenwärtig nur einen, der – mittels Blog – mit dem Volk im Dialog steht, und das ist Moritz Leuenberger. Ich persönlich lese seine Einträge gerne. Sie sind meistens recht sozialkritisch (wie von einem Sozialdemokraten nicht anders zu erwarten), oft aber auch sehr unterhaltsam.

Chat mit der Nigeria Connection

Ein ebenso unterhaltsamer wie lehrreicher Beitrag im Tages Anzeiger über Gefahren im Internet und wie man ihnen begegnen kann. (Nicht vorbehaltlos zur Nachahmung empfohlen, da nicht ganz ungefährlich)

Mein Lieblingskommentar zum Artikel stammt von einem gewissen „Andi Matata“ (wohl ein Pseudonym):

Was dieser (weise) Nigerianer uns voraus hat; „er weiss, das jeden Tag ein Depp auf dieser Welt aufsteht, der Geldgeil und blöd ist“, das finde ich rationelles und professionelles Geld verdienen.

Vom Zynismus mal abgesehen, hat er im empfindlichsten Punkt leider recht: Der Grund, warum Spam überhaupt funktioniert, liegt darin, dass unter 100’000 Spam-Empfängern todsicher einer darauf antwortet und eine Packung Viagra bestellt. Und nur wegen diesen Deppen dürfen wir übrigen 99’999 Internet-User täglich unsere Ration Spam aus der Mailbox löschen. Und genau darum funktionieren auch die Methoden der Nigeria Connection.

Nachtrag: Wie ich Kathizas Link entnehme, war die von mit aus dem Bauch heraus geschätzte Zahl von 1/100’000 erfolgreichen Spam-Mails krass untertrieben:

US-Wissenschaftler haben aufdeckt, wieviel sich mit dem illegalen Versand von Werbe-E-Mails oder gefälschten Nachrichten verdienen lässt. Demnach „arbeiten“ Spammer recht profitabel auch wenn nur eine von 12,5 Millionen Spam-Mails erfolgreich ist.

Danke, Kathiza. 🙂