Fundstücke

Deutsch mit Trapattoni

Kein wirkliches ICT-Thema, ausser dass man dazu diesen Film ab Youtube zeigen muss:

Giovanni Trapattonis für meine Generation unvergessene Pressekonferenz eignet sich bestens für den Deutsch-Unterricht. Erprobt habe ich dies bereits mehrmals in der 5./6. Klasse, aber auch in Deutsch-Stützkursen an der Berufsschule. Anhand der Fehler lässt sich die Grammatik aufzeigen, aber auch Unterschiede zu anderen Sprachen: Zum Beispiel, dass im Deutschen das Adjektiv immer vor dem Nomen steht und nicht, wie z.B. auf Italienisch, auch hinter das Nomen gestellt werden kann – nicht «eine Flasche leer», sondern eben «eine leere Flasche». Auch das Thema Haupt- und Nebensätze habe ich im Berufsschul-Stützkurs so schon behandelt. Potential dafür sehe ich auch für den Unterricht in DaZ (Deutsch als Zweitsprache).

Hier noch das Arbeitsblatt dazu.

Ich habe fertig.

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Auf Satellitenjagd

Ob die moderne Kommunikationstechnik mehr Segnungen oder mehr Schattenseiten mit sich bringt, darüber lässt sich streiten. Einige Dinge sind aber schlicht zu faszinierend, um die Technik wieder hergeben zu wollen.

Mein neues Steckenpferd ist die Himmelsbeobachtung. Nicht nur das Tracken von von Verkehrsflugzeugen mit Apps wie Plane Finder, sondern neuerdings vor allem das Aufspüren von Satelliten in der Morgen- oder Abenddämmerung. Es ist unglaublich, wie viele künstliche Himmelskörper sich allmorgendlich und -abendlich am Himmel tummeln, sei es das Heer von Satelliten oder abgetrennte Raketenstufen, die zum Teil vor 40 und mehr Jahren in die Umlaufbahn geschossen wurden und bis heute dort herumkreisen. Viele davon sind von blossem Auge sichtbar, wenn man genau weiss, wann sie wo auftauchen (wobei mir unser abgelegener Wohnort verhältnismässig gute äussere Bedingungen für die Himmelsbeobachtung bietet).

Allabendliches Himmelsereignis: Der Vorbeiflug der ISS

Die International Space Station ISS – bei klarem Himmel praktisch täglich von Auge gut sichtbar. (Bild: Wikimedia)

Die International Space Station ISS – bei klarem Himmel praktisch täglich von Auge gut sichtbar. (Bild: Wikimedia)

Ein fast allabendliches Ereignis – klarer Himmel natürlich vorausgesetzt – ist für mich der Vorbeiflug der ISS geworden. Sie ist an den meisten Morgen und Abenden zu sehen; manchmal aufgrund ihrer Erdumlaufzeit von 93 Minuten auch zweimal. Als ich sie das erste Mal sah war ich absolut fasziniert und fragte mich auch, wie sie mir in all den Jahren überhaupt entgehen konnte. Ist sie präsent, ist sie nach dem Mond das hellste Objekt am Sternenhimmel und unterscheidet sich nicht nur durch ihr ruhiges Licht, sondern auch durch ihre Flugbahn klar von – natürlich ebenfalls präsenten – Verkehrsflugzeugen. Wenn sie in ihrem ruhigen, goldenen Licht über einem vorbeizieht und bald darauf erlischt, wenn sie in den Erdschatten eintaucht, hat das etwas sehr Anmutiges.

Spektakuläre Iridium-Flares

Mit Aluminium beschichteter Iridium-Satellit: Reflektiert er das Sonnenlicht auf die Erdoberfläche, kann man dies als spektakuläres Himmelsereignis beobachten – wenn man weiss wann. (Bild: Wikimedia)

Mit Aluminium beschichteter Iridium-Satellit: Reflektiert er das Sonnenlicht auf die Erdoberfläche, kann man dies als spektakuläres Himmelsereignis beobachten – wenn man weiss wann. (Bild: Wikimedia)

Weitere sehr effektvolle Erscheinungen sind die sogenannten Iridium Flares. Sie stammen von den Iridium Satelliten und sind so hell, dass sie manchmal sogar am Taghimmel zu sehen sind. Verursacht werden sie von den insgesamt 66 gleichnamigen Kommunikationssatelliten, deren Oberfläche mit Aluminium beschichtet ist und deshalb das Sonnenlicht besonders hell auf die Erdoberfläche reflektieren. Die ausserordentlich spektakulären Ereignisse dauern nur 5–20 Sekunden, weshalb man genau wissen muss, wann sie wo auftauchen.

Kein Ereignis verpassen mit der richtigen App

Womit wir wieder bei den Segnungen moderner Kommunikationstechnik angelangt wären. Heute muss man keine dicken Bücher mit hunderten von Tabellen kaufen und diese interpretieren, um die ISS oder einen Iridium Flare beobachten zu können. Es genügt eine kleine Smartphone-App für nur wenige Franken. Drei davon habe ich ausprobiert und bin schliesslich bei Sky Guide hängengeblieben. Sie zeigt mir nicht nur jedes sichtbare und unsichtbare Himmelsobjekt an, sondern lässt auch Erinnerungen einrichten, die mich auf gut sichtbare Satellitenvorbeiflüge hinweisen. Ausserdem enthält sie Informationen zu zahllosen Himmelsobjekten wie Planeten, Sternen und Galaxien. Allein deswegen finde ich die App die paar Franken wert.

Beinahe-Kreuzung zweier künstlicher Satelliten am heutigen Abend: die ISS und der "Earth Radiation Budget Satellite" der NASA, dargestellt durch die App SkyGuide.

Kreuzung zweier künstlicher Satelliten am heutigen Abend: die ISS und der Earth Radiation Budget Satellite der NASA, dargestellt und vorausgesagt durch die App Sky Guide.

 

Och Mama…!

Einen Film, der mir vorgestern von einer Kollegin zugeschickt wurde, zeigte ich gleichentags noch am Elternabend. Vielleicht wars mutig, weil sich einige hätten angesprochen fühlen können, doch das passierte nicht. Es wurde herzlich gelacht, und ich konnte danach noch ein paar Sachen zum Thema Hausaufgaben erklären.

Eine gewisse Aktualität hat auch dieser Film aus der gleichen Reihe, der sich dem Thema „Frühes Fremdsprachen-Lernen“ widmet. Wie der erste zeigt er in überspitzter Form eine Problematik auf: Nämlich die, dass „je früher, desto“ besser beim Lernen von Fremdsprachen nicht stimmt, wenn das Lernen nicht immersiv vonstatten geht.

Fundstücke aus dem Internet: Die Attosekunde

Das eine oder andere Thema zum Bloggen fällt mir zum Schulanfang ja schon ein:

  • … der mehrstündige Aufwand, den man als Admin von drei Schulhäusern hat, bis alle Logins auf den Schulhaus-Servern und LehrerOffice-Zuteilungen wieder einigermassen ordnungsgemäss eingerichtet sind
  • … die Arbeit, welche das Abräumen aller PCs vor und Wiederaufstellen derselben nach den Sommerferien erfordert (je nach Schulhaus mit iMacs oder Laptops eine Frage von Minuten, mit Tower-PCs, die erstaunlicherweise immer noch nicht verschwunden sind, eine von Stunden)
  • … oder, privat, mein (gar nicht so) altes MacBook, das seit vielen Monaten seine WLAN-Dienste nur sehr launisch erfüllt (noch kein Techniker konnte mir bislang sagen warum) und das Steve Jobs‘ enthusiastisches „It just works!“ wie blanker Hohn klingen lässt.

Stattdessen blogge ich lieber über die Attosekunde:

KcGw8YFAwesome! 🙂