ICT

Bei Anmeldung Datenklau

Hat es diese üble Phishing-Site mit seiner täuschend echten „Google“-Anmeldeseite doch tatsächlich durch meinen Gmail-Spamfilter geschafft:

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Bild der Woche: Instagram

Friends Graffity

Spam und Bots waren schon lange ein Ärgernis auf Instagram, um nicht zu sagen „Instaspam„. Nun endlich hat Instagram reagiert und – nicht ohne vorherige Ankündigung – ein paar Millionen Bots gelöscht, was überfällig war. Das hat dazu geführt, dass Instagram-Nutzer über Nacht einige Follower verloren, oder je nach (vermeintlicher) Popularität eben ein paar Millionen. Nicht richtige Follower, sondern imaginäre Follower; eben Bots, deren Daseinszweck einzig und allein darin bestand, die Followerzahlen anderer Nutzer aufzublähen. Also keine Menschen aus Fleisch und Blut, die anderen Nutzern gefolgt waren, weil sie deren Bilder so toll fanden.

Die Massnahme war überfällig. Dennoch hat sie bei etlichen Usern zu Proteststürmen geführt. Lieber mehr falsche „Fans“ als weniger echte; Hauptsache der Follower-Count ist möglichst aufgebläht. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Mein Instagram-Account ist übrigens seit einigen Monaten ziemlich verwaist. Stattdessen hab ich dafür Flickr wiederentdeckt. Nicht dass ich dort besonders aktiv wäre, aber die Community ist interessant und die Qualität der Bilder hoch.

Emojis: Mehr als eine Spielerei

Mailbox-App mit Emojis

Mailbox-App auf dem Mac mit Emojis.

Ich mag Emojis. In Mails oder SMS finde ich sie zwar durchaus entbehrlich (bei zurückhaltender Anwendung nett, bei übertriebener eher nervend), doch in meiner persönlichen Arbeitsorganisation sind sie mittlerweile ein fester Bestandteil. Dies weil sie bunt und auffallend sind. Als visueller und im Grunde genommen organisierter Mensch (jedenfalls in Computerdingen; in meinem Arbeitszimmer siehts zuweilen anders aus) mag ich es, Dinge auf den ersten Blick zu erfassen. Und hierbei sind mir Emojis sehr hilfreich.

Während mich die neue Google Inbox zumindest in ihrer Beta-Phase noch nicht wirklich überzeugt, bin ich von der Mailbox App seit längerem schwer angetan. Als Jünger von David Allen und Anhänger des Zero Inbox Prinzips ermöglicht es mir die App, meinen Mail-Posteingang in wenigen Handstreichen leerzufegen und die Dinge so zu sortieren, dass mir der Überblick darüber gewahrt bleibt und ich sicher bin, dass auch nichts vergessen geht. Dass es sie Mailbox App nun seit wenigen Wochen auch für den Mac gibt (als Beta-Version), bedeutet für mich, dass ich mich der Perfektion meines Workflows annähere.

Und was haben nun die Emojis damit zu tun?

Mailbox App iPhone

Mailbox-App mit Emojis auf dem iPhone.

Weil sie bunt und auffallend sind erlauben sie mir einen prägnanten Überblick über meine Pendenzen. und ergänzen die Symbole der Mailbox-App in einer für mich sinnvollen Weise. Der Einsatz von Emojis beschränkt sich bei mir nicht auf die Mailbox, sondern auch auf andere Instrumente meiner Arbeitsorganisation wie etwa OmniFocus.

Da Emojis nicht für den Zweck erfunden wurden, zu dem ich sie verwende, wünsche mir noch viele weitere Emojis. Nicht noch mehr Smilies und Herzchen (von denen hat es nun definitiv genug), sondern solche, die für meine Arbeitsorganisation besser von Nutzen wären.

Emojis

Als heute Morgen fast das Internet kaputt war

Heute fiel bei „Schulen ans Internet“ die Google-Suche aus. Das ist nicht lustig. Lustig sind aber manche Reaktionen betroffener Lehrpersonen und Schüler.

Ein kurzes Verlaufsprotokoll des heutigen Tages:

  • 7:00 Uhr: Ich arbeite seit 30 Minuten normal mit Internet, ohne etwas Besonderes zu bemerken. Eine Kollegin kommt: „Das Internet geht nicht!“. Ich vermute erst eine lose Kabelverbindung – zu Unrecht. Doch die Google-Website auf ihrem PC lädt tatsächlich nicht. Nach dem Aufruf einer anderen Website ist der Fall schnell klar, und ich schreibe einen Tweet an den Swisscom-Support.
  • 8 Uhr: Ein Schüler, nachdem ich ihn darauf aufmerksam machte, dass Google heute Morgen nicht funktioniert: „Hä? Aber wie komme ich denn zu Antolin ohne Google?“ Es folgt ein Crashkurs in Sachen ICT-Standards M02 und im erweiterten Sinne von M17.
  • 8:30 Uhr: Da ich es versäumt habe, das Team über den Google-Ausfall zu informieren, trudeln die ersten Fehlermeldungen ein: „Das Internet geht nicht!“ – abgeschickt per E-Mail vom Arbeitsplatz. (Ja, genau.)
  • 16 Uhr: Google-Suche funktioniert immer noch nicht. Ob die Ursache bei Swisscoms ZScaler-Hack liegt, ist mir bis dato unbekannt.

Fundstücke aus dem Internet: Die Attosekunde

Das eine oder andere Thema zum Bloggen fällt mir zum Schulanfang ja schon ein:

  • … der mehrstündige Aufwand, den man als Admin von drei Schulhäusern hat, bis alle Logins auf den Schulhaus-Servern und LehrerOffice-Zuteilungen wieder einigermassen ordnungsgemäss eingerichtet sind
  • … die Arbeit, welche das Abräumen aller PCs vor und Wiederaufstellen derselben nach den Sommerferien erfordert (je nach Schulhaus mit iMacs oder Laptops eine Frage von Minuten, mit Tower-PCs, die erstaunlicherweise immer noch nicht verschwunden sind, eine von Stunden)
  • … oder, privat, mein (gar nicht so) altes MacBook, das seit vielen Monaten seine WLAN-Dienste nur sehr launisch erfüllt (noch kein Techniker konnte mir bislang sagen warum) und das Steve Jobs‘ enthusiastisches „It just works!“ wie blanker Hohn klingen lässt.

Stattdessen blogge ich lieber über die Attosekunde:

KcGw8YFAwesome! 🙂

Gratis? Von wegen.

Wer noch immer dem Irrtum aufliegt, Dienste wie Google oder Facebook seien gratis zu haben, dem sei dieses Video, auf das ich gestern über den Twitter-Kanal von Kim Dotcom gestossen bin, wärmstens empfohlen:

Und da wir auch namhaften Unternehmen wie Yahoo nicht trauen dürfen, unsere Bedürfnisse und Rechte ernst zu nehmen, dienen die von der Werbeindustrie verpönten AdBlocker nicht nur dazu, lästige Werbung auszublenden, sondern erhöhen, sozusagen als sehr erwünschter Nebeneffekt, gleichzeitig auch unseren Schutz vor Datenklau und unsere Computersicherheit.

Darum meint auch Matthias Leisi völlig zu Recht:

 

Arbeitsblätter für Grundfertigkeiten, leicht gemacht

Wer hat sich kürzlich wieder beklagt, im Unterricht stünden einfach zu wenige Arbeitsblätter zur Verfügung? Dem Mann, der Frau kann geholfen werden:

Unter www.grundschulstoff.de gibts zahlreiche Vorlagen für Arbeitsblätter zum selber Machen. Angeboten werden Grundfertigkeiten in Deutsch und Mathematik, aber auch für Englisch und Realien (Mensch und Umwelt) finden sich ein paar Sachen.

Obwohl die Site aus Deutschland stammt, gibt es vereinzelte Vorlagen, die für den Schweizer Schulunterricht nicht so interessant sind  – wobei es natürlich in der Schweiz nicht untersagt ist, im Geografieunterricht Deutschland zu behandeln und die Schüler auch mal die deutschen Bundesländer und ihre Hauptstädte lernen zu lassen. 😉 Doch hat man sich bei Grundschulstoff.de in anderen Bereichen die Mühe gemacht, auch für den Schweizer Unterricht kompatibel zu sein: So ist etwa beim Arbeitsblatt für die schriftliche Multiplikation eine Funktion implementiert, mit der sich die Rechnungen so gestalten lassen, wie es in der Schweiz gelehrt wird, nämlich mit dem kleineren Faktor auf der linken Seite.

Schriftliche Multiplikation bis 1.000: Das Arbeitsblatt lässt sich auch so generieren, dass es für den Schweizer Schulunterricht passt. (Bildschirmaufnahme von grundschulstoff.de)

Schriftliche Multiplikation bis 1.000: Das Arbeitsblatt lässt sich auch so generieren, dass es für den Schweizer Schulunterricht passt.

Darauf gestossen bin ich über den Newsletter von Educanet, der seinerseits wiederum auf den Zentralschweizer Bildungsserver zebis.ch verweist, wo es noch andere interessante Werkzeuge für den Unterricht gibt.

Fliegen mit Google Earth

Google Earth ist nicht nur ein lustiger Zeitvertreib, sondern auch ein sehr hilfreiches Tool für verschiedenste denkbare Anwendungen.

Ein Schüler-Musical, das wir in wenigen Wochen aufführen werden (am 17. Mai in der Schwärzi-Halle in Altnau) heisst „Musig-Gschichtä us dä Schwiiz“. Die Rahmengeschichte ist eine Busreise an verschiedenste Orte in der Schweiz, und so suchten wir nach Möglichkeiten, wie wir diese kurzen Reisen darstellen können. Da zur Bühnenkulisse auch eine grosse Leinwand gehört, mit denen wir einzelne Szenen bebildern, kam ich auf die Idee, mit Google etwas zu machen. Heraus kam der folgende Kameraflug:

Noch immer liesse sich vieles perfektionieren, doch bis es so weit war, musste ich sehr viel üben, ausprobieren, anpassen, verbessern.

Meine ersten Versuche machte ich nicht mit Google Earth, sondern mit Google Maps. Zunächst erstellte ich auf Google Maps einfache Routen und verfolgte sie mit der 3D-Ansicht. Das Resultat war nicht umwerfend: Abgesehen vom störenden „Pfeil“ (eher ein umgekehrter roter Regentropfen), der dauernd an der Stelle des „Reisenden“ und somit in der Bildmitte bleibt, ist die Bewegung auch ruckelig. So suchte ich nach Möglichkeiten auf Google Earth – und wurde fündig. Wie man zum fertigen Film kommt, dazu gilt das Sprichwort „Viele Wege führen nach Rom“.

Bevor ich genauer schildere, wie ich meinen Kameraflug erstellt habe, sollte ich noch erwähnen, dass ich diese auf einem Mac gemacht habe. Dies ist darum von Bedeutung, weil der Mac als Bordmittel den Quicktime Player mitbringt, inklusive der Funktion, Bildschirmaufnahmen machen zu können. Benutzer anderer Betriebssysteme müssen sich nach einem gleichwertigen Tool umschauen, es sei denn, sie leisten sich Google Earth Pro, bei dem man solche Kamerafahrten als Filmdatei exportieren kann. Mit einem Kaufpreis von 399 $ ist diese Software aber wohl eher nicht für den Heimanwender gedacht.

Um meinen Kameraflug von Altnau nach Glarus zu erstellen ging ich folgendermassen vor:

  1. In Google Earth über die Funktion „Route berechnen“ (oben links unter dem Suchfeld) erst mal die Route von Altnau nach Glarus eingeben. Diese Route brauche ich später nicht mehr, aber sie ist hilfreich bei den folgenden Schritten.
  2. In die Vogelperspektive gehen, so dass die gesamte Route direkt von oben ersichtlich ist
  3. Über die Funktion „Pfad erstellen“, entweder über die Menufunktion Hinzufügen > Pfad“ oder über das folgende Symbol:  Bildschirmfoto 2014-04-20 um 09.58.08
  4. Den Pfad im entsprechenden Feld benennen. Vor dem Schliessen können jetzt auf der Karte die einzelnen Punkte des Pfads ausgewählt werden. Am besten bleibt man nahe bei der Route; damit die Fahrt anschliessend aber nicht zu unruhig wird empfiehlt es sich, nicht gleich bei jeder kleinen Kurve einen Pfadpunkt zu setzen. Sind alle Punkte gesetzt, kann man das Fenster wieder schliessen.
  5. Wer den blauen Strich der Route nicht auf dem Film haben will, kann jetzt die Route schliessen, indem er auf das „X“ unterhalb der Routenangaben klickt.
  6. Damit man nicht wie eine Maus direkt auf dem Asphalt bzw. durch das Gras kriecht und auch Kamerawinkel und Fluggeschwindigkeit einigermassen stimmen, müssen bei Google Earth noch gewisse Einstellungen vorgenommen werden. Hier gilt es zu experimentieren; für meinen Flug habe ich folgende Einstellungen vorgenommen:Pfad-Einstellungen auf Google Earth

Die Route ist nun fertig und kann nun abgeflogen werden. Die Funktion dazu ist eher versteckt: Man startet den Flug, indem den neu erstellten Pfad in der linken Seitenleiste auswählt und danach auf das Start-Symbol klickt:

Start

 

 

Es empfiehlt sich, die Route vor der Bildschirmaufnahme ausreichend oft und auch ausreichend langsam abzufliegen: Die Google-Earth-Kamera fliegt nämlich schneller, als das Programm die Bilddaten in den Cache-Speicher laden kann. Fliegt man zu schnell darüber, sieht man statt Häuser und Felder nur braune und grüne Pixel. So sollte man beim ersten Flug alle paar Sekunden einmal die Pause-Taste drücken, um Google Earth genug Zeit zu geben, die Grafiken in den Speicher zu laden. Sind sie einmal drin, bleiben sie auch dort, und Google Earth ist nun bereit für die Bildschirmaufnahme.

Die Bildschirmaufnahme selber machte ich wie oben erwähnt mit dem Quicktime Player (Befehl „Neue Bildschirmaufnahme“, im sich öffnenden Fenster den roten Knopf drücken, mit der Maus den Bildschirmbereich auswählen und „Aufnahme starten“ drücken).

Perfektionisten seien gewarnt: Zum Verfeinern gibts endlose Möglichkeiten. Um einen schön abgerundeten Flug zu erstellen, habe ich vor und nach dem Flug jeweils eine Ortsmarkierung erstellt. So stellte ich sicher, dass das Anfangs- sowie das Schlussbild des Films genau so aussieht, wie ich mir das vorstelle. Für die Bildschirmaufnahme bedeutet dies volle Konzentration, damit man nicht versehentlich mit der Maus über den Bereich der Bildschirmaufnahme fliegt sowie verhindert, dass Google Earth ein gemeines, gelbes Popup-Fensterchen öffnet, das dann in die Bildschirmaufnahme hineinragt, wenn man die Maus über den falschen Punkt bewegt.

Nun gilt es üben, üben, üben. Für unser Musical habe ich mehrere solche Kameraflüge erstellt. Während ich für den ersten deutlich mehr als eine Stunde brauchte, bis alles einigermassen meinen Vorstellungen entsprach, ging der Prozess schon beim zweiten wesentlich flotter von der Hand.

Weshalb das Aufbrechen von HTTPS-Verbindungen durch die Swisscom problematisch ist

Via Martin Steiger bin ich auf dieses Dokument (PDF-Download) des Informatikers Rainer Meier gestossen, in welchem in einfacher Sprache erklärt wird, wie Swisscom via die Firma ZScaler verschlüsselten Datenverkehr innerhalb des Schulnetzes aufknackt und warum dies problematisch ist.

Unter anderem erklärt Rainer Meier:

«Solche Angriffe werden üblicherweise von dritten vorgenommen, um an die übermittelten Daten zu gelangen, und sind illegal. Aber auch Firmen setzen solche Systeme ein um die verschlüsselten Daten vom und zum Internet analysieren zu können. Die Betroffenen müssen hier aber informiert werden und üblicherweise dem Einsatz solcher Systeme zustimmen (meistens über Mitarbeiter-Vereinbarungen geregelt). Da ein solches System die Privatsphäre sowie Sicherheit der übertragenen Daten gefährdet, sollten sich die Mitarbeiter bewusst sein, dass ihre Daten dadurch von dritten gelesen werden können.» [Hervorhebung durch iScoutblog]

 Die entsprechende Information der Mitarbeiter (sprich Lehrpersonen, Schulleiter u.a.) ist im Fall Swisscom/ZScaler definitiv nicht ausreichend erfolgt. Ich habe jedenfalls in keiner Weise meine Zustimmung dazu gegeben noch irgend eine entsprechende Mitarbeiter-Vereinbarung unterzeichnen müssen, und ich weiss auch von keiner Schule, in der so etwas erfolgt wäre.

Des weiteren mahnt Rainer Meier, skeptisch zu bleiben:

 Wer seiner Firma hier voll vertraut sollte trotzdem skeptisch sein, denn durch die aufgebrochene Verschlüsselung ist es für den Benutzer auch unmöglich, weitere Manipulationen zu erkennen. Beispielsweise wenn die Firmen-Systeme ebenfalls von dritten manipuliert wurden oder die Firma selbst Opfer seines solchen MITM-Angriffs wurde:

Bild: Rainer Meier

Bild: Rainer Meier

Zeitumstellung: Alle halbe Jahre das gleiche Geklön

Nun haben wir unsere Uhren wieder eine Stunde vorgestellt, und ich freue mich bereits im Frühling und noch bis spät in den Herbst auf lange, helle Abende.

Diese Freude teilen nicht alle: Seit einiger Zeit werden die Social Networks (jedenfalls die, auf denen ich mich aufhalte) alle halbe Jahre geflutet mit Protesten gegen die Umstellung der Uhren. Was denn Leute: Findet ihr die langen Abende im Sommer denn nicht schön? Und was habt ihr davon, wenn es im Sommer bereits um 4 Uhr hell wird? Der einzige Protest gegen die Sommerzeit, den ich für halbwegs gerechtfertigt halte ist der der Astronomen, die nun im Sommer etwas länger warten müssen, bis die Sterne hell genug sind. Ansonsten gibts für mich kaum haltbare Argumente dagegen. Auch die Uhren im Winter nicht mehr zurückstellen und das ganze Jahr auf Sommerzeit lassen wäre keine Alternative. Wer will schon, dass es Winter erst gegen 9 Uhr langsam hell wird?

Ich erinnere mich gut an die Einführung der Sommerzeit 1981 – und ich erinnere mich auch an das Jahr davor, als die Schweiz sich wieder mal den Sonderfall probte und als Zeitinsel mitten in Europa die Uhren nicht umstellte. Gingen wir rüber nach Konstanz, mussten wir damals die Uhren umstellen, und bei grenzüberschreitenden Zugfahrten musste man den Fahrplan sehr genau studieren, zumal damals nicht notwendigerweise jede Stunde ein Zug fahren musste. Damals kam der Widerstand von konservativer Seite, unter anderem von den Bauern, die fürchteten, die Zeitumstellung könnte ihre Kühe im Stall total verwirren. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Kühe weniger Mühe mit der Zeitumstellung hatten als die Bauern selber.

Hat automatisch umstestellt: Die Systemuhr auf meinem iMac.

Hat automatisch umstestellt: Uhr auf meinem iMac.

Was bleibt, ist das alljährliche Ritual der Umstellen der Uhren. Auch das entschärft sich durch die billig gewordenen Funkuhren langsam (wobei ich mich frage, warum eigentlich nicht längst im hinterletzten Backofenuhr eine solche installiert ist). Nicht immer klappt die Technik allerdings wie gewünscht: Ist es ein Zufall, dass ich Widerstand gegen die Zeitumstellung immer wieder seitens von Apple-Jüngern feststelle? [Klammer auf] Man kann über Apple schon staunen: Einerseits bietet mein iPhone Dinge wie einen genialen Push-Service, der über alle Apps hinweg absolut perfekt klappt, was mich immer wieder zum Staunen bringt, andererseits bringt Apple vermeintlich einfache Dinge wie die Zeitumstellung, aber auch das reibungslose Funktionieren von WLAN, einfach nicht auf die Reihe. [Klammer wieder geschlossen]

Wie auch immer: Gestern habe ich unsere Backofenuhr umgestellt, heute Abend muss ich noch die Uhr in meinem Auto eine Stunde vorstellen. Und dann steht meiner ungetrübten Vorfreude auf eine lange Frühlings-, Sommer- und Herbstzeit mit hellen Abenden nichts mehr im Weg. 🙂

ICT-Lektüre für die Frühlingsferien

Als Lehrperson geniesst man ja das Privileg, alle paar Wochen wieder in den Genuss von unterrichstfreier Zeit zu kommen (wenngleich diese Zeit längst nicht immer auch arbeitsfrei sein muss). Wer sein persönliches Wissen in Sachen ICT auf unterhaltsame Weise bereichern möchte, für den gibt es auch spannende Literatur, bei der nicht unbedingt das technische Wissen erweitert wird, sondern vielmehr die Möglichkeiten vor Augen geführt werden, mit denen ICT die Welt, in der wir leben, beeinflusst und auch in naher Zukunft weiter verändern wird. Erwähnt seien hier etwa die Klassiker von Daniel Suarez, Daemon und Darknet, aber auch das folgende Buch:

Unterhaltsame Hängematten-Literatur: Andreas Eschbachs Roman "Ein König für Deutschland".

Unterhaltsame und äusserst lehrreiche Hängematten-Literatur: Andreas Eschbachs Roman „Ein König für Deutschland“.

Das frühlingshafte Wetter diesem Wochenende habe ich dazu genutzt, Andreas Eschbachs Roman „Ein König für Deutschland“ zu Ende zu lesen. Von Anfang bis zum Schluss habe ich mich bei dieser Lektüre bestens unterhalten. Wie ein talentierter Programmierer ein Programm entwickelt, mit dem unbemerkt Wahlmaschinen manipuliert werden können, und es dann eine kleine Gruppe von Gamern und Polit-Aktivisten tatsächlich schafft, die Manipulationen dazu zu nutzen, einen biederen Lehrer, der als Anwärter auf den Königsthron kandidiert, tatsächlich zum Wahlsieger zu küren – dies wird auf erschreckend glaubhafte Weise erzählt, ebenso wie in den ersten Kapiteln tatsächlich passierte Ereignisse der beiden letzten amerikanischen Präsidentschaftswahlen in den Roman eingeflechtet sind, die einen an der Rechtmässigkeit des (amerikanischen) demokratischen Systems zweifeln lassen können. Verschwörungstheorien? Vielleicht. Wobei ich ja der Meinung bin, dass man seit 9/11 den Begriff „Verschwörungstheorie“ nicht mehr verwenden sollte, aber das ist ein anderes Thema.

Während in vielen Ländern Wahlmaschinen längst weit verbreitet im Einsatz sind, dürfte Eschbachs Schreckensszenario in der Schweiz in absehbarer Zeit nicht Realität werden: Hierzulande wird immer noch von Hand gezählt, und auch E-Voting wird hoffentlich nicht eingeführt werden bevor auch die letzten Zweifel an der Transparenz und Glaubwürdigkeit dieses technischen Verfahrens ausgeräumt sind. Nach Andreas Eschbachs Lektüre muss man hinsichtlich der Einführung von E-Voting zum Schluss kommen: Hoffentlich gar nie!

Fitness mit dem Smartphone

Schrittzähler

Zwei als Schrittzähler sehr brauchbare Apps fürs iPhone: Moves (links) und Argus.

Elektronische Gadgets verleiten zum Rumhängen. Stimmt. Ebenso richtig ist aber, dass sie zum Training der persönlichen Fitness motivieren können.

Seit ein paar Wochen habe ich auf meinem iPhone einen Schrittzähler installiert. Dieser läuft diskret im Hintergrund und zählt jeden Schritt, den ich mache, solange ich mein Gerät mit mir trage. Ich sagte schon immer, dass Lehrer kein gänzlich ungesunder Beruf ist, weil man doch fast den ganzen Tag auf den Beinen steht und dabei auch viel rumläuft. Dass ich aber an einem durchschnittlichen Arbeitstag allein schon im Schulhaus locker mal 7000 Schritte und mehr mache, hat mich dann doch überrascht. Da genügt am Abend noch ein kleiner Spaziergang, um auf die empfohlenen 10’000 Schritte zu kommen – wobei ich leider doch zugeben muss, dass es dazu dann trotz schönster Wohnlage leider nicht immer reicht. Etwas disziplinierter ist da meine Frau: Seit sie ihren ebenfalls auf ihrem iPhone installierten Schrittzähler mit sich trägt, vergeht kaum ein Tag, an dem sie nicht auf ihr Soll von 10’000 Schritten kommt. Meinen im Gegensatz dazu bescheidene Anzahl von durchschnittlichen 6000 Schritten ist dagegen noch steigerungsfähig.

Wer fürs iPhone im AppStore Schrittzähler sucht, wird sehr sofort fündig. Ich habe einige davon ausprobiert und zwei davon auf meinem iPhone installiert gelassen:

Argus: Ein nettes, kostenloses Programm, das den Anspruch hat, nicht nur die Schritte zu zählen, sondern gleich auch noch den ganzen Fitness- und Kalorienhaushalt zu managen. Ich benutze es im Moment lediglich als Schrittzähler. Erstaunlicherweise lässt bei Argus die Akkulaufzeit trotz ständiger Aufzeichnung nicht spürbar nach.

Moves: Diese App kostet 3 Franken, zählt dabei aber nicht nur die Schritte, sondern zeichnet das gesamte Bewegungsprofil auf. Wer hinsichtlich Datenschutz damit ein Problem hat, sollte also die Finger von dieser App lassen. Wer mit diesem Umstand insofern keine Probleme hat als er weiss, dass jede Telecom-Firma solche Bewegungsprofile auch ohne solche Apps problemlos erstellen können, dem bietet Moves interessantes Datenmaterial, wenn man z.B. mal wissen will, welche Reiseroute man in seinen letzten Ferien genau genommen hat. Moves braucht dazu einen fast ständig aktiven Ortungssensor, mit der Folge, dass der gesteigerte Akkuverbrauch sehr deutlich ins Gewicht fällt.

Wenn man auf dem Gerät verschiedene Schrittzähler installiert hat, sieht man auch, wie es um die Genauigkeit dieser kleinen Helfer bestellt ist: Bei einer Zahl von rund 5000 Schritten können die beiden Apps schon mal um 300 Schritte voneinander abweichen. Für mich ist das aber als grober Überblick über meine körperliche Tagesaktivität ausreichend genau.

Spielerisch Medienkompetenz erlernen

Ein kleines Highlight in meinem iScout-Jahreskalender ist für mich jeweils der Kadervernetzungstag in Wil. In lockerer Atmosphäre trifft man sich unter Gleichgesinnten, erhält Inputs zu ICT und Social Media an der Schule, kann untereinander ein bisschen fachsimpeln und sich austauschen. Ich habe einem interessanten Referat von Philippe Wampfler zugehört (mit dem ich auf Twitter auch schon die eine oder andere Diskussion führte), habe das Potential von Lego Mindstorms erahnen können und habe vom Projekt der Multimedianer erfahren, das ich auch noch genauer unter die Lupe nehmen werde. Auch von diesem Kadervernetzungstag kann ich also einiges mitnehmen, sei es als Bereicherung des eigenen Wissens, aber auch konkret für den Schulunterricht:

Zu den ICT-Standards, den wir an Thurgauer Schulen erfüllen müssen, gehören in der Mittelstufe unter anderem:

  • MS04: Die S kennen und beachten bei der Nutzung digitaler Kommunikationsmedien die entsprechenden Umgangsformen und Regeln.
  • MS05: Die S wenden die Regeln für den sorgfältigen Umgang mit eigenen und fremden Daten an.
  • MS15: Die S halten sich an Verhaltensregeln zur sicheren Onlinekommunikation und gehen angemessen mit virtuellen Identitäten um.

Wie man spielerisch mit der Klasse einen verantwortungsvollen Umgang mit Sozialen Plattformen erlernen kann, habe ich im Workshop von Claudia Bucheli erfahren, die an der Oberstufe Sternmatt in Baar ihren Schülerinnen und Schülern den Umgang mit Social Media lehrt. Ihr Spiel Faceboom – das Spiel zur Medienkompetenz steht auf ihrer Website mediobaar.ch gratis zum Download zur Verfügung. Es ist für die Oberstufe konzipiert, bietet aber genug Material, dass einiges davon auch schon in der 6. Klasse eingesetzt werden kann.

Karte aus dem Spiel "Faceboom"

Karte aus dem Spiel „Faceboom“ – http://www.mediobaar.ch/faceboom

Bildung Schweiz über Swisscom und das Aushebeln von SSL-Verschlüsselungen

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe seines Publikationsorgans Bildung Schweiz auf einer Seite dem Thema Aufknacken der SSL-Verschlüsselung durch Swisscom an Schweizer Schulen. Im Artikel darf auch ich freundlicherweise ein paar Worte zum Thema sagen.

Filtern ja – aber wie? | Bildung Schweiz 02|2014

Im Artikel werden die nicht nur meiner Ansicht nach problematischen Aspekte dieses Vorgehens der Swisscom angesprochen. Doch sind meine Hoffnungen, dass die Praxis der Swisscom letztlich durch die Kantone (denn auf dieser Ebene muss es geschehen) unterbunden wird, recht begrenzt. Die meisten Leute, die ich kenne, fühlen sich nicht betroffen, obwohl sie es oftmals sind – insbesondere wenn sie Google-Dienste wie Gmail benutzen oder gar mit ihren persönlichen Geräten innerhalb des Netzes von SAI arbeiten. Es ist anzunehmen, dass auch viele die Problematik nicht verstehen, und die kompetenten Leute auf der Entscheidungsebene finden das Thema offenbar zu wenig wichtig.

Als löbliche Ausnahme ist, wie bereits in einem früheren Blogpost erwähnt, der Kanton Basel Stadt: «Aktuell stellt für uns das Aufbrechen einer https-Verbindung ein No-Go dar», wird Thomas Grossenbacher, Co-Leiter der Fachstelle ICT und Medien des Erziehungsdepartements Basel Stadt, im Bildung-Schweiz-Artikel zitiert. Und weiter: «Deshalb haben wir unsere DNS-Server so konfiguriert, dass alle Google-Suchanfragen von https- auf das http-Protokoll umgeleitet werden. So funktioniert die bestehende Filterung der Swisscom, das ZScaler-Zertifikat ist hinfällig.»

Eine Lösung, welche keine SSL-Verschlüsselungen aushebelt, ist also problemlos möglich. Man muss sie nur umsetzen wollen.

Google stellt entsprechende Lösungen zur Verfügung. Umso mehr ist es mir unverständlich, weshalb Swisscom diesen Weg wählt und die allermeisten Kantone dies widerspruchslos dulden.

Der LCH-Artikel ist sehr sachlich geschrieben und um formelle Neutralität bemüht. Für sich alleine wird er leider nichts bewirken. Wünschenswert wäre aus meiner Sicht eine klare Stellungnahme mit entsprechenden Forderungen seitens von LCH an Swisscom und die Kantone und den kantonalen Lehrerverbänden (in meinem Fall wäre das Bildung Thurgau).

Die Angst vor Excel-Tabellen

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Gefühlte 95 Prozent benutzen Microsoft Word, um Texte zu schreiben. Dagegen ist nichts einzuwenden; schliesslich ist Word eine ausgereifte Textverarbeitungssoftware mit sehr vielen Funktionen und Werkzeugen, von Inhaltsverzeichnissen über Fussnoten bis zum Erstellen von Serienbriefen.

Geht es um die reine Bearbeitung von Tabellen, benutzen gefühlte 94 Prozent ebenfalls Word – und das finde ich schon weniger verständlich.

Natürlich kann ich auch mit Word ein bisschen Tabellen machen – aber warum sollte ich, wenn ich auch Excel habe?

Die Tabellenfunktion von Word ist ziemlich rudimentär und dafür gedacht und konzipiert, in Textdokumenten einfache Tabellen einzufügen. Wer mit umfangreicheren und etwas komplexeren Tabellen hantieren möchte, stösst bei Word schnell mal an Grenzen, zumal Word-Tabellen in gewissen Situationen ein eher seltsames und unausgereiftes Verhalten an den Tag legen.

Leider sind die wenigsten Leute mit dem Umgang von Excel vertraut. Wer zum ersten Mal ein leeres Excel-Dokument aufmacht sieht zunächst einmal eine Wüste von leeren Feldern vor sich, die zudem standardmässig nicht in der Seitenlayout-Ansicht angezeigt werden. Viele wissen mit diesem Anblick offenbar nichts anzufangen, so dass sie nicht mehr auf die Idee kommen, wieder einmal ein leeres Excel-Dokument zu öffnen. Das wird wohl der Grund sein, warum sehr viele Leute gewohnheitsmässig zu Word greifen, selbst wenn sie eine reine Tabelle erstellen.

Dabei ist der Umgang mit Excel-Tabellen nicht grundsätzlich schwieriger als in Word, sondern nur ein bisschen anders. Weil es sich bei Excel um ein reines Tabellenbearbeitungsprogramm handelt, ist er in vieler Hinsicht sogar logischer und stringenter. Und vor allem bietet Excel naheliegenderweise weit mehr Tabellenfunktionen als Word.

„Der Umgang mit der Word-Tabelle hat sich bewährt“

Dass Excel – wie jedes Programm – ein wenig Angewöhnung braucht, ist klar. Doch ist diese Herausforderung offenbar so schwierig und unzumutbar, dass mir nahegelegt wurde, Praktikanten von der Pädagogischen Maturitätsschule ihre Tabellen weiterhin mit Word ausfüllen zu lassen und sie doch bitte nicht mit Excel-Tabellen zu überfordern. Dabei spreche ich von pfannenfertig bereitgestellten Dokumenten, die ich den Studenten zur Verfügung stelle und die sie nur ausfüllen müssen. Offenbar zu viel der Herausforderung. Zudem habe sich die alte Word-Tabelle bewährt.

Achso. Schön. Für mich hat sich der Umgang mit besagtem Word-Formular überhaupt nicht bewährt, aber mich hat bislang ja auch noch niemand danach gefragt.

Niemand streitet ab, dass zum Bildungsauftrag der Schule je länger je mehr auch ICT-Kompetenzen gehören. Auch beim Lehrplan 21 geht es klar in diese Richtung, was grundsätzlich nicht kritisiert wird, im Gegenteil: Etliche Kantone fordern gar, dass der Bereich „ICT und Medien“ noch mehr gestärkt wird als vorgesehen und dafür Zeitgefässe geschaffen werden sollen. Zu diesen Kantonen gehört auch der Thurgau. Bei der Ausbildung der Lehrkräfte wäre ein guter Punkt, schon mal damit anzufangen.

Zeit für einen kleinen Neustart

mac-os-retro-bombWenn Kolleginnen und Kollegen wieder mal über die Computer schimpfen, schlüpfe ich meist reflexartig in die Rolle desjenigen, der die tollen technischen Errungenschaften unserer schönen neuen Welt anpreist und verteidigt und auch mal um etwas Nachsicht gegenüber der komplexen Technik wirbt.

Aber manchmal ists ja wirklich ein Ärger, wenn das Computerzeugs nicht so tut, wie uns versprochen wird, und wenn ich einfach nur arbeiten will, fehlt auch mir gern die Geduld, mich mit Troubleshooting rumzuschlagen. Und in letzter Zeit ist es so ziemlich vieles, was bei mir grad nicht läuft.

  • Der  grösste Frust ist für mich immer noch, was Swisscom mit unserem Schulnetz verbrochen hat. Abgesehen von allen Sicherheitsbedenken laufen auf meinem Mac im Schulzimmer viele Sachen nicht richtig – genauer gesagt, alles was mit Google zu tun hat. Google Drive hab ich schon mal aufs Abstellgleis gestellt, aber auch mein Gmail und mein Google-Kalender verhalten sich launisch. Und fast am schlimmsten: Auch alle Google-Anmeldungen funktionieren nicht.(1) Das bedeutet, dass ich weder mein Feedly lesen noch auf meinen Flickr-Account zugreifen noch einen Termin über Doodle organisieren kann – jedenfalls nicht ohne einen tollkühnen „Workaround“: Bin ich im Schulnetz, benutze für alle Google-Dienste eine alte Programmversion von Firefox, die etwas mehr Toleranz gegenüber dem gefälschten ZScaler-Zertifikat zeigt als mein Safari oder Chrome. Ich hatte Firefox zuvor während vielen Monaten nicht mehr verwendet und hüte mich jetzt, das eigentlich dringend notwendige Update zu machen. Sicherheit geht anders.
    Kann natürlich schon sein, dass bei mir etwas nicht richtig eingerichtet ist (wobei ich im Moment nicht wüsste was) und der Swisscom-Vertreter hat mir auch schon seine Hilfe angeboten, mein Problem via Fernzugriff zu lösen. Das ist nett, doch braucht das alles wieder ziemlich viel Zeit, die ich im Moment lieber in den Schulunterricht investieren würde als in ein Problem, das ich nicht verursacht habe.

Bildschirmfoto 2014-01-18 um 17.26.51Auch an anderen Orten läuft die Technik nicht so, wie sie sollte. Vor Kurzem habe ich bei meinem privaten MacBook den Festplattenspeicher verdoppelt, indem ich die SSD ausgetauscht habe. Statt dass ich, wie es mir vom Informatiker empfohlen wurde, von meiner alten Festplatte ein Image erstellt und dieses später auf die neue Platte geklont habe, bin ich den Empfehlungen des Herstellers gefolgt und habe die Daten über TimeMachine-Backup wieder aufgespielt. Das Wichtigste: Die Daten sind alle wieder da, und das System läuft auch fast wieder rund – ausser…

  • das WLAN, das sich nun erst einige Minuten nach der Anmeldung mit dem Netzwerk verbindet, und auch das nicht immer. Manchmal muss ich es deaktivieren und wieder aktivieren, dann gehts meistens. Mit fix zugeteilter IP-Adresse scheints ein bisschen weniger instabil zu funktionieren. Eine Lösung habe ich bislang trotz intensivem Googeln noch nicht gefunden.
  • Auch mein zuvor sauber lizenziertes Microsoft Office 2011 hat sich verabschiedet. Es verlangt nun bei jedem Start penetrant nach dem Lizenzschlüssel, den ich leider verlegt habe. Mehr als ärgerlich! (Aber warum habe ich solcherlei Probleme immer nur mit Microsoft?)

… und doch noch ein kleiner Erfolg

Über all diese Kleinigkeiten ärgere ich mich jedes Mal, wenn ich einen meiner Computer hochfahre. Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder: Als ich für diesen Blogbeitrag den Screenshot des Eingabefensters für Office 2011 machen wollte, in dem es nach dem Lizenzschlüssel verlangt, ist mir Excel wider jegliches Erwarten anstandslos gestartet. Einer meiner „Reparaturversuche“ scheint mit etwas zeitlicher Verzögerung doch erfolgreich gewesen zu sein. Wie genau ich das angestellt habe, bleibt hier mein Geheimnis – nur so viel: Weil ich für Office 2011 rechtmässig eine Lizenz erworben habe und besitze, habe ich kein schlechtes Gewissen.

Mein Tag hat sich trotz Nebel gerade wieder etwas erhellt. Zeit für einen Neustart, dann geht alles wieder besser. Schönes Wochenende allerseits.

bomb_mac

(1) Nachtrag 27.1.14 Dass die aufgezählten Google-Dienste mit dem ZScaler-Zertifikat nicht funktionieren, kann durchaus auch bei mir liegen; z.B. an einem nicht ganz korrekt installierten Zertifikat. Ich finde, dass ich mich trotzdem darüber ärgern darf, weil die aus technischer Sicht völlig unnötige Swisscom-„Lösung“ viel Ärger und Mehraufwand mit sich bringt, den ich nicht verursacht habe. Zudem habe ich auf meinem privaten Rechner, den ich sehr oft auch für die Schule brauche, das ZScaler-Zertifikat bewusst wieder deinstalliert. Das heisst, dass ich auf diesem Gerät auf sämtliche Google-Dienste verzichten muss, wenn ich damit im Swisscom-Schulnetz bin.

Die Antwort auf solcherlei Probleme von Swisscom: «Bring your own device» ist kein Bestandteil des SAI-Vertrags. Danke, Swisscom.

Richtig doodeln

DoodleLogo

Sehr viele Dinge im Internet sind gratis, was schön ist. Viele dieser Dinge werden kostenpflichtig, wenn man ein bisschen mehr als nur die Grundfunktionen brauchen will, was verständlich ist. Ein Angebot, das ich mir in der Premium-Version leiste, ist Doodle. Dafür zahle ich im Jahr 39 Franken.

Der Hauptgrund, dass ich mir diesen Luxus leiste (so wahnsinnig viele Termine muss nämlich gar nicht über Doodle organisieren) liegt in der vollständigen Integration der Google-Kalender. Ich nutze intensiv verschiedene Google-Kalender, weil ich mindestens drei getrennte Arbeitsbereiche habe, in denen ich separate Kalender führe. Wenn ich nun einen Termin via Doodle organisieren muss, sei er von mir selber erstellt oder von jemand anderem – kann ich diesen dem jeweiligen Kalender zuordnen. Doodle reserviert mir dann dort vorsorglich alle möglichen Termine, bei denen ich selber „Ja“ angewählt habe. Eine äusserst praktische Sache, die mir auch ein bisschen Geld wert ist.

Die Integration in den Google-Kalender funktioniert auch ohne Premium-Konto. Die Einschränkung liegt darin, dass Doodle-Termine nur in den Hauptkalender eingetragen werden können. Und natürlich werden neben dem Google-Kalender auch noch andere unterstützt.

1. Bei der Terminfindung kann meine Google-Kalender direkt ein- oder ausblenden, und so habe ich die direkte Übersicht, wann ein Termin frei ist oder nicht.

 

Doodle1

2. Daraufhin erscheinen sämtliche Termine, die ich bei Doodle mit „Ja“ angegeben habe, direkt im Google-Kalender.

Doodle2

Nun gibt es immer wieder unwissende Doodle-Administratoren, die beschränken sich darauf, den Termin zu bestimmen und dann alle Eingeladenen mit einer einfachen E-Mail zu benachrichtigen. Für sie ist die Sache nachher abgeschlossen. Für mich nicht. Denn während die immer noch offene Umfrage auf Ewigkeit im Doodle-Nirwana ihre Nichtexistenz fristet, darf ich nun alle Termine, welche mir Doodle netterweise in den Kalender eingetragen hat und im Namen den Anhang „[Doodle-provisorisch]“ tragen, von Hand löschen und den festgesetzten Termin ebenfalls von Hand noch anständig benennen. Ich gebe zu, dass ich mich dann jeweils ein bisschen aufrege.

Denn eigentlich hat man bei Doodle die Sache gut durchdacht: Der endgültige Termin lässt sich vom Administrator mittels Häkchen festlegen, worauf Doodle dann automatisch alle überflüssigen Terminreservationen löscht und den festgesetzten Termin richtig benennt.

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3. Nachdem Doodle aufgeräumt hat, sieht auch mein Google-Kalender wieder übersichtlich aus.

Doodle3

Bitte, liebe Doodle-Gelegenheitsadminstratoren, schliesst doch eröffnete Umfragen jeweils auch noch korrekt ab. Ich bin sicher nicht der einzige, der euch dafür dankbar ist. 🙂

Geocaching mit einer Schulklasse

Geocaching_logo

Dass Geocaching auch für Schulklassen geeignet sein kann, wird derzeit in verschiedenen Lehrerfortbildungskursen angepriesen. Vor zwei Jahren habe ich selber mal mit einer 6. Klasse eine Geocaching-Exkursion durchgeführt.

Die ganze Technik, die hinter Geocaching steckt, bietet schon viel Stoff zum Vermitteln im Voraus. Die meisten Kinder kennen das Navigationsgerät im Auto ihrer Eltern, doch die Technik dahinter dürften die wenigsten verstehen. Natürlich ist es ein hochkomplexer Vorgang, bis die Position des Autos über das GPS ermittelt und auf dem Navi-Bildschirm dargestellt wird, doch die Prinzipien dahinter sind verhältnismässig einfach und auch einer Mittelstufenklasse zu vermitteln. Zum Ermitteln der Position im freien Feld verwendet die Geocaching-Software bzw. das Gerät, auf dem sie installiert ist (ob ein gewöhnliches Smartphone oder ein spezielles GPS-Gerät) das Prinzip der Triangulation – das selbe geometrische Prinzip, mit dem seit Jahrhunderten Landkarten erstellt werden.

Wie Triangulation funktioniert, wird in einem knapp zehnminütigen Film der „Sendung mit der Maus“ kindgerecht erklärt:

Wer statt einen Film zu zeigen lieber die Kinder selber Hand anlegt, kann auch auf die Wiese gehen und mit Stecken und Schnur dem Prinzip der Triangulation auf den Grund gehen.

Worauf man bei der Umsetzung achten muss

Hat man die theoretischen Grundlagen erarbeitet, gehts an die Praxis, und da gilt es einige Dinge zu berücksichtigen:

Rein theoretisch braucht man kein GPS-Gerät, um einen Geocache zu loggen. Für jeden Geocache finden sich im Internet die exakten Koordinaten, und diese könnte man nun auf herkömmliche Weise auf einer (sehr genauen!) Landkarte eintragen. Ist der Cache gefunden, trägt man sich von Hand dort ein; geloggt werden kann der Cache auch zu Hause wieder am Computer. Aber so macht die Sache ja irgendwie nicht richtig Spass. 😉

Richtig Spass macht die Suche, wenn man mit dem GPS-Gerät raus aufs Feld geht und sich so dem Cache nähert – und da fängt das erste Problem an: Geocaching ist im Prinzip gratis, doch wer die Geocaching-App auf seinem Smartphone installieren will, muss dafür 10 Franken hinblättern. Natürlich wollen dann alle Kinder diese App haben – hier gilt es deutlich darauf hinzuweisen, dass kein Kind verpflichtet ist, diese App zu kaufen und jedes Kind den Cache ohne diese App loggen kann. Wie es letztlich organisiert wird, dass die Kinder zumindest in Gruppen auch mit einem eigenen Gerät einen Cache finden können, darin liegt somit eine Schwierigkeit.

In meinem Geocaching-Ausflug gingen wir gemeinsam auf Wanderung, auf der wir fünf Caches in meiner Wohnumgebung hoben, die ich alle bestens kannte. Ich teilte die Klasse in fünf Gruppen ein, wobei jede mit mindestens einem GPS-fähigen Gerät (in unserem Fall allesamt Smartphones mit der Geocaching-App) ausgerüstet war. So konnte ich die Gruppen so einteilen, dass in fast jeder bereits ein Gerät vorhanden war, und wo nicht, vertraute ich der Gruppe zum Finden des Caches mein persönliches Handy an. Bei jedem Cache durfte eine andere Gruppe vorausgehen, um den versteckten Cache zu finden.

Welche und wie viele Caches an einer Exkursion gehoben werden sollen, gilt es zu rekognoszieren. Wichtig scheint mir, dass man neben den üblichen Exkursionsvorbereitungen die Caches auch im Vorfeld selber hebt, denn manchmal ist ein Cache auch unauffindbar oder nicht zu heben, etwa weil er z.B. auf einem hohen Baum versteckt ist oder grad wieder mal von nichtwissenden Muggles entfernt wurde.

Ist dies getan und die Route ausgearbeitet, steht einer schönen Wanderung oder einem interessanten Ausflug in eine Stadt nichts mehr im Weg.

Geocaches sind oft an sehr originellen Orten versteckt, wobei einige Cacher versuchen, sich an Originalität gegenseitig zu überbieten. Ein zweifellos sehr phantasievolles Versteck hatte ein deutscher Geocacher gefunden, der seinen Cache in einer Schleuse versteckt und damit einen Bombenalarm ausgelöst hatte.

ICT-Standards und Lehrplan 21: Eine Gegenüberstellung

Lehrplan 21Grosses Thema im deutschschweizer Bildungsbereich ist gegenwärtig der Lehrplan 21, bei dem auch der Bereich ICT und Medien ausreichend berücksichtig wird.

Aktuell gelten im Kanton Thurgau die so genannten ICT-Standards, die sich auf die Unter-, Mittel- und Sekundarstufe aufteilen. Dem gegenüber stehen im Lehrplan 21 Kompetenzbereiche, die von der Unter- bis zur Sekundarstufe erarbeitet werden sollen (wobei sich nicht alle Kompetenzbereiche über alle Stufen erstrecken).

Hier eine kommentarlose Gegenüberstellung der ICT-Standards und der Kompetenzbereiche des Lehrplan 21, auch zum Download als PDF.

ICT-Standards - Lehrplan 21 | S1

ICT-Standards - Lehrplan 21 | S2

ICT-Standards - Lehrplan 21 | S3

Thurgauer Schulen: Paradigmenwechsel in Sachen ICT

Diesen Freitag besuchte ich das Bildungsforum Romanshorn. Es war in vieler Hinsicht eine sehr aufschlussreiche Veranstaltung, an der grösstenteils die „Neuen Medien“ im Vordergrund standen. Da ich zu diesem Thema in letzter Zeit doch ziemlich viele Referate gehört habe und mich auch persönlich auf dem Laufenden halte, erwartete ich nicht, allzu viel Neues zu erfahren, doch da sollte ich mich täuschen. Nachträglichen Eindruck gemacht haben mir das Referat des Zukunftsforschers Georges T. Roos und der Auftritt von André Stern, der, in Frankreich aufgewachsen, Zeit seines Lebens nie eine Schule besucht hat und von seinen Eltern auch nicht beschult wurde, deswegen aber trotzdem ganz und gar nicht auf den Kopf gefallen ist. (Und während man so dachte, dass sowas in der Schweiz sicher nicht möglich sei, holte Moderator Kurt Aeschbacher noch eine im Saal anwesende Schweizer Jugendliche auf die Bühne, die bis vor kurzem weder eine Volksschule besuchte noch beschult wurde, nun aber ans Euregio Gymnasium in Romanshorn geht und gegenwärtig noch nicht weiss, ob sie danach Physik studieren oder Blumenbinderin werden soll).

ICT an der Schule

Bildbearbeitung mit einer Primarschulklasse: Der Thurgau vertritt nun die Position, dass der bisher vertretene rein integrative Ansatz nicht für alle ICT-Ziele ausreicht.

An dieser Stelle aber den Inhalt des Bildungsforums zu besprechen führte zu weit. Ich möchte hier vor allem noch eine weitere Aussage erwähnen, die eher nebenbei fiel, die jedoch für unseren Schulalltag in den nächsten Jahren Konsequenzen haben wird.

Abschied vom rein integrativen Ansatz

So erklärte der Amtschef des Thurgauer Amtes für Volksschule Walter Berger, dass es zu überlegen gilt, was in der ICT integrativ eingeführt werden kann und in welchen Bereichen spezielle Gefässe geschaffen werden müssen. Und an anderer Stelle plädierte Thomas Merz, Medienexperte und Prorektor der PH Thurgau, dafür, künftig ICT durch speziell dafür ausgebildete Lehrpersonen unterrichten zu lassen.

Ich weiss nicht, ob dies schon zuvor kommuniziert wurde, doch ich jedenfalls habe eine solche Aussage Seitens des Thurgauer Amtes für Volksschule gestern zum ersten Mal gehört, denn bislang lautete die Position des AV: „Es gibt kein neues Fach ICT“.  Nun bedeutet „Gefässe schaffen“ noch nicht zwingend, damit auch gleich ein neues Fach in die Stundentafel einzuführen, doch man räumt ein, dass es nicht genügt, die Kinder im Regelunterricht nebenbei auch noch etwas am PC arbeiten zu lassen. Über die überfällige Erkenntnis kann man sich freuen oder sich andererseits daran stören, dass nun wieder mal mit Salamitaktik nach anfänglicher Beschwichtigung der Lehrerschaft durch die Hintertür ein neues Fach eingeführt wird, wobei jedoch solche Diskussionen hinsichtlich des Lehrplans 21 müssig sind.

Persönlich habe ich mich über die Aussage gefreut, weil sie meine Position bestätigt. Wenn man bisher mit Kantonsverantwortlichen über die Problematik gesprochen hat, dass gewisse Bereiche den Schulkindern einfach nicht rein integrativ zu vermitteln sind, erntete man bislang nur ein vielsagendes Lächeln. Man wusste das natürlich sehr wohl, durfte aber aufgrund des kantonalen Paradigmas nichts anderes sagen. Nun ist man also im Thurgau in der Realität angekommen.

P.S. Die Schaffung eines eigenen Fachs ICT ist erst recht unumgänglich, sollten die viel zu hoch gegriffenen ICT-Ziele im Lehrplan 21 auch tatsächlich umgesetzt probiert werden.

Präsentationen mit Prezi

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PowerPoint habe ich schon viele Jahre nicht mehr gebraucht – als Macianer verwendete ich dafür Keynote. Bisher. Doch das könnte sich ändern, seit ich Prezi entdeckt habe. Darauf gestossen bin ich durch einen Digital-Podcast von Radio Stadtfilter. Dass es ein Tool wie Prezi gibt war mir schon länger bekannt, doch der Podcast machte mich gwundrig, es einmal auszuprobieren, und ich habe es nicht bereut.

Prezi ändert die Art und Weise, wie man sich Präsentationen gewohnt ist, von Grund auf. Anstatt Folien zu erstellen, die meistens aus Auflistungen bestehen und hin und wieder mal aus ein bisschen Text, gestaltet man mit Prezi im Prinzip ein Plakat, durch das sich der Betrachter dann durch Zoomen und Drehen hindurchbewegt. Der Effekt ist verblüffend (vermutlich auch deswegen, weil er noch recht ungewohnt ist), und das Erstellen einer „Prezi“ erstaunlich einfach – so einfach, dass es durchaus auch Kindern im Mittelstufen-Alter zugemutet werden kann.

Ein kleines Ärgernis habe ich jedoch beim Schreiben dieses Blogposts entdeckt: Prezis sollten sich im Prinzip – so wie z.B. Youtube-Filme – in Webseiten einbinden lassen. Funktioniert aber bei Word press nicht so ohne weiteres. Schade! Habe deshalb von meiner ersten Prezi ein Bildschirmfoto gemacht und dieses direkt mit der Prezi-Website verlinkt.

Kinderleichte Wetten zum Nachmachen

Richard Wiseman ist Leiter der Psychologie-Abteilung an einer englischen Universität, der sich unter anderem dem Paranormalen verschrieben hat. Zu weltweiter Bekanntheit gebracht hat es der ehemalige professionelle Zauberkünstler durch seinen Blog, in dem er auf interessante Phänomene hinweist oder knifflige Rätsel stellt.

Regelmässig veröffentlicht Wiseman auch Kurzvideos unter dem Titel 10 bets you will always win. Diese sind gespickt von Schalk, Raffinesse und britischem Humor. Und: Die Wetten sind so kinderleicht nachzumachen, dass sie sich auch für für die Primarschule eignen. Wie amerikanische Kinder auf Wisemans nicht immer ganz redliche Tricks reagierten, wird in diesem unterhaltsamen Video gezeigt:

Wisemans Videos bieten also Stoff für die Primarschule; neben Englisch und Physik (Realien) gerade auch im Bereich ICT. Die Filme sind so einfach gemacht, dass sie sich in einem Projekt gut auch von Kindern nachfilmen lassen sollten.

 

Wir würfeln uns ein Passwort

Darüber, was ein sicheres Passwort ist, gibt es im Internet ausreichend Hinweise und Tipps. Die wichtigsten:

  • Ein sicheres Passwort besteht nicht nur aus Zahlen oder nur aus Buchstaben, sondern aus einer Kombination von Zahlen sowie Gross- und Kleinbuchstaben. Können auch noch Sonderzeichen hinzugefügt werden, wird das Passwort dadurch noch einmal deutlich sicherer.
  • Eine Länge von acht Zeichen ist das Minimum für ein einigermassen sicheres Passwort.
Zumindest die wichtigsten Kennwörter – etwa das Passwort für das E-Mail-Konto oder für 1Password sollten sicher und gut merkbar sein.

Zumindest die wichtigsten Kennwörter – etwa das Passwort für das E-Mail-Konto oder für 1Password – sollten sicher und gut merkbar sein.

Doch ein sehr wichtiger Punkt geht oft vergessen: Ein Passwort ist nur dann sicher, wenn ich es mir auch merken kann. So wäre etwa xeWq)&F7p!( nach den oben genannten Kriterien eine gute Wahl, doch da es sich sehr schlecht einprägen lässt und die Gefahr gross ist, dass ich es nicht mehr reproduzieren kann (ein Passwort sollte ja schliesslich auch nicht unverschlüsselt auf der Festplatte gespeichert werden), ist es als Passwort dennoch ungeeignet.

Von Agile Bits, dem Hersteller von 1Password, gibt es einen Artikel, in dem die wichtigsten Kriterien für ein sicheres, aber doch relativ gut merkbares Passwort erklärt werden.

In dem Blogpost wird daran erinnert, dass ein Passwort zudem auch eine zufällige Abfolge Zeichen oder Wörtern darstellen muss, da es sonst von Hacker-Software schnell geknackt werden kann. So kann ich zum Beispiel aus folgendem gut merkbaren Satz Meine 2 Katzen heissen Miezi und Fredi das Passwort M2KhM&F erstellen. Scheint auf den ersten Blick ein sehr sicheres Passwort zu sein, doch da die Programmierer von Hacker-Software auch die Entstehung solcher Passwörter mit einkalkulieren und auf entsprechende Kombinationen vorbereitet sind, wäre es vermutlich ebenfalls schnell geknackt.

Die Buchstabenreihenfolge muss also rein zufällig sein – und damit kommt Diceware ins Spiel: Diceware sind Listen von hunderten beliebiger Wörter, denen ein kurzer Zahlencode vorangeht, der ausschliesslich die Ziffern von 1-6 enthält. Ein Auszug aus der deutschen Diceware-Liste sieht zum Beispiel so aus:

63553 vor
63554 vorab
63555 voran
63556 voraus
63561 vorbau
63562 vordem
63563 vorfall
63564 vorher

Der Trick ist nun, dass ich mir eine Reihenfolge von Wörtern würfle. Gemäss obiger Liste entspräche also die Würfelreihenfolge 6-3-5-6-1 dem Wort vorbau. Nun „erwürfle“ ich mir also fünf oder sechs Wörter aus der Diceware-Liste. Daraus könnte dann zum Beispiel die Wortreihenfolge woelbt-Chaos-Pfund-jung-sofern entstehen. Macht absolut keinen Sinn – und soll es ja auch nicht. Was ich erhalten habe ist jedoch eine auf rein zufälliger Grundlage generierte Liste von Wörtern, die ich relativ gut auswendig lernen kann.

Dennoch erscheint das Passwort immer noch nicht allzu sicher, da es ja keine Sonderzeichen enthält. Nun kann ich aber ohne Weiteres noch das Passwort mit meinen beiden Katzen vorne anhängen, und mein Passwort würde lauten: M2KhM&Fwoelbt-Chaos-Pfund-jung-sofern.

Doch auch bei einem solchen Passwort besteht die Gefahr, dass es vergessen wird; insbesondere wenn man es in der Anfangsphase nicht oft verwenden muss. Unter Voraussetzung der Verhältnismässigkeit sieht Agile Bits ein relativ geringes Sicherheitsrisiko, wenn man das Passwort von Hand auf einen Zettel schreibt und diesen z.B. im Portemonnaie aufbewahrt, bis man das Passwort genügende Male auf dem Computer eingegeben hat, dass man es sich sicher einprägen konnte. Dann kann man den Zettel vernichten.

Und schliesslich noch ein Tipp speziell für Deutschschweizer: Beim Diceware-Prinzip könnte sich unser Dialekt noch als zusätzlicher Vorteil erweisen, da unsere Dialektwörter wohl kaum je auf irgend einer Diceware-Liste auftauchen werden. Ich würfle also so lange, bis ich ausschliesslich Wörter habe, welche im Dialekt anders geschrieben werden als auf Hochdeutsch. Kommt also beim Würfeln die Wortkombination Tausch-Laune-gewinnt-schade-Biene heraus, so verwende ich für mein Passwort Tuusch-Luune-gwuennt-schaad-Bienli. Unschlagbar.

Computerkenntnisse von Kindern werden überschätzt

Wenn vor 20 Jahren 5 Prozent der Leute einen Computer zu Hause hatten, waren 95 Prozent von ihnen auch technisch versiert. Wenn heute 95 Prozent einen Computer haben, sind wohl noch rund 5 Prozent von ihnen technisch versiert.

Marc Scott

Computer werden immer anwenderfreundlicher. Spätestens als Apple im Januar 2007 das erste iPhone vorstellte brach die Zeit an, in der hochkomplexe Computer auch von Kindergärtnern bedient werden können. Das war nicht immer so: Zu meiner Jugendzeit brauchte ich noch rudimentäre Basic-Kenntnisse, um auf dem Commodore 64 meines Bruders ein Programm überhaupt zum Laufen zu bringen.

C64SuperspieleCover

Bild: Wikipedia

Es gehörte zur Selbstverständlichkeit, dass man sich zwischen den Spielen auch etwas näher mit Basic beschäftigte. Ein Höhepunkt war es, das selber geschriebene Programm fehlerfrei zum Laufen gebracht zu haben, und bestand dies nur darin, einen Punkt über den Bildschirm wandern zu lassen oder sogar eine einfache, selbstkreierte Pixelfigur. Basic lernen konnte man auch, indem man für einmal keine Raubkopien von Spielen laufen liess, sondern ganz legal in der Buchhandlung einen Wälzer von Data Becker kaufte und an regnerischen Sonntag Nachmittagen Spiele im Basic-Quellcode abtippte. Wenn nach ungezählten Stunden die Tipparbeit zu Ende war, kam, bevor das Programm endlich lief, die unvermeidliche Fehlersuche (auch genannt Troubleshooting), was fast noch einmal so lange dauerte.

Soviel zur Computer-Nostalgie.

eudora-mail-warningWeitere Generationen von Jugendlichen folgten. Die Kinder meiner Frau machten später die Erfahrung, dass es höchstes drei Wochen dauerte, bis ein Windows 95 hoffnungslos hinüber war, wenn man keinen Virenscanner installiert hatte und jeden Systemhinweis, jede Warnung ungesehen mit „OK“ quittierte, nur damit das sich auf welchen Wegen auch immer beschaffte Spiel möglichst schnell lief. Doch das machte nichts, weil schon irgend ein Erwachsener in der Nähe war, der für sie das Windows wieder neu aufsetzte. Aus pädagogischer Sicht ein klarer Fehler, weil ich die Kinder so um die wertvolle Erfahrung brachte, sich selber mit der die Installation des Windows-Betriebssystem auseinandersetzen zu müssen, und weil sie nicht damit konfrontiert waren, die Konsequenzen ihres Tuns selber zu tragen.

„Kinder sind am Computer sehr versiert“ – Wirklich?

In einem langen, sehr lesenswerten Artikel schreibt Marc Scott, wie die Computer-Skills von Kindern überschätzt werden von Erwachsenen, denen es ebenfalls an Computer-Skills fehlt.

Kinder und Jugendliche sind in der Handhabung am Computer sehr schnell, wodurch es scheint, dass sie sehr versiert mit einem Computer umgehen können. Das ist aber nur auf den ersten Blick so: Wenn man genauer hinschaut, so sieht man: Fehlermeldungen und Warnungen werden ungelesen weggeklickt. Oft haben sie keine Ahnung von Dateistruktur. Sie speichern in wochenlanger Arbeit erstellte Dokumente ausschliesslich auf einem Memory Stick ab und ziehen diesen furchtlos aus dem Computer aus, ohne ihn vorher auszuwerfen. Wenn jemand am Computer das LAN-Kabel ausgesteckt hat heisst es „Das Internet geht nicht mehr“.

Kinder sind aber auch sehr gut am Computer. Sie lernen am Computer das, was sie wirklich wollen und brauchen, auf effiziente Weise, indem sie ohne Hemmungen einfach ausprobieren – gar nicht anders, wie sie in der physischen Welt lernen. Was sie am Computer effektiv tun wollen, erreichen sie zielorientiert, indem sie nicht nur einfach ausprobieren, sondern auch wissen, wo sie nachfragen können, sei es bei ihren Kollegen – natürlich via Internet – oder bei Freund Google.

Nicht technik-, aber ziemlich medienkompetent

Kinder wissen zwar nicht, wie ein Computer funktioniert oder wie das Internet aufgebaut ist, doch sie finden sich darin bestens zurecht, genauso wie viele Erwachsene auch nicht wissen, wie ein Otto-Motor funktioniert, aber trotzdem Auto fahren können. Kindern muss man nicht erklären, was ein Link im Internet ist. Ihnen ist bekannt, dass ein Facebook-Konto erst ab dem Alter von 13 Jahren eröffnet werden darf, sie wissen aber auch, dass diese Einschränkung auf lächerlich einfache Weise zu umgehen ist. Sie können auf Facebook problemlos ein Youtube-Video posten. Sie können auch recht bald selbständig PowerPoint-Präsentationen erstellen. Als Jugendliche wissen sie, wie sich gewisse Einschränkungen des Betriebssystems auch ohne Admin-Rechte umgehen lassen, und sie können über Filesharing Dateien austauschen.

Das alles hat unbestritten eine Qualität: Sie heisst Medienkompetenz. Diese ist durchaus teilweise vorhanden, aber definitiv auch noch entwicklungsbedürftig. Und hier sind wir Erwachsenen gefragt; Lehrpersonen und Eltern gleichermassen. Voraussetzung ist allerdings, dass wir selber diese Kompetenz mitbringen.

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WLAN-Router von Apple: Muss ich wissen, was das ist? (Bild: Wikipedia)

Marc Scott beklagt nicht nur die überschätzten Computerfähigkeiten von Kindern, sondern ist auch besorgt über jene vieler Erwachsener. Als iScout kann ich davon manchmal ein Liedchen singen. Kürzlich war in einem Bereich eines Schulhauses das WLAN ausgefallen. Ich fragte eine betroffene Kollegin, wo in ihrem Zimmer der Router stehe. „Ach, ich weiss nicht, was ein Router ist“, sagte sie mit einem Unterton, der signalisierte, dass es sie auch nicht interessierte, was ein Router ist. Sie wollte einfach wieder Internet haben.

Ich brauchte nicht lange, um den Router zu finden und wieder einzustecken.

***

Auf Google+ hat Stefan Werner einen Kommentar hinterlassen, den ich gerne hier anfügen möchte:

Genau das, was ich bei meinen Kindern auch feststelle. „Ihre“ Anwendungen bedienen sie so schnell, dass ich keine Chance habe, mitzuhalten. Bei Rennspielen und so hängen sie mich problemlos ab. Bei Minecraft verstehe ich nichtmal genau, was sie machen.

Aber wenn sie einen Minecraft-Mod installieren wollen, dann muss Papa wieder ran. Und meine zaghaften Versuche, ihnen mit „AntMe“ oder einfachen Basic-Dialekten irgendeine Programmierbegeisterung beizubringen, waren nie so erfolgreich.

Ich glaube, die Computer sind einfach zu komplex geworden. Man muss eine extrem steile Lernkurve bewältigen, um von Null auf ein heutiges System zu kommen. Damit ist ein Kind einfach überfordert. Wir hatten es damals einfacher: Beim C64 kannte ich jedes Byte mit Vornamen und es gab die berühmten kommentierten ROM-Listings von DataBecker. Es war wirklich möglich, dem Computer beim Arbeiten zuzusehen, und man verstand, was er warum tat.

Heute tut er einfach magische Dinge, die nicht unbedingt logisch oder nachvollziehbar sind.

Ab welchem Alter ist ein Passwort sinnvoll?

Sicherheit und Datenschutz ist ein Thema, um das wir nicht herumkommen, wenn wir in der Schule ICT vermitteln sollen. So heisst ein ICT-Standard des Kantons Thurgau für die Unterstufe: Die Schülerinnen und Schüler gehen mit Passwörtern verantwortungsvoll um.

Doch ist es überhaupt sinnvoll, dieses Thema bereits in der Unterstufe aufzugreifen? Denn…

In der Praxis sieht der Umgang mit Passwörtern an Schulen in etwa so aus:

An vielen Schulen arbeiten die Kinder bereits ab der 1. Klasse gelegentlich an Computern. Dazu müssen sie sich am Computer vorher einloggen. Die wenigsten Kinder können in diesem Alter nur schon ihren Namen korrekt eintippen. Ein Passwort überfordert sie total. Da somit die Lehrperson die Kinder am Computer einloggt, braucht es „Passwörter“, welche sich diese sich merken kann, ohne für jedes Kind einzeln in einer Liste nachschauen zu müssen. Warum also nicht gleich den Vornamen oder die Initialen als Passwort nehmen? Ist doch praktisch – und vor allem praktikabel. Irgendwann ab der 2. Klasse ist das Eintippen des eigenen Namens für die meisten kein Problem mehr – ein Passwort, dass diesen Namen verdient, aber schon, und zwar noch für eine ganze Weile. Darum bleibt man vorerst bei dem Passwort, dass sich die Lehrperson für jedes Kind merken kann

Doch mit einem „Passwort“, das nicht nur die Lehrperson weiss, sondern auch von sämtlichen Mitschülern leicht erraten werden kann, führt man das Prinzip des Passworts ad absurdum und vermittelt ein völlig falsches Konzept von dem, was ein Passwort eigentlich sein sollte.

Dabei lässt sich fragen, ob Kinder bis zur Unterstufe überhaupt Daten auf einem Schulcomputer haben, die passwortgeschützt sein müssen. Auch mit Datenvandalismus seitens von Mitschülern ist in diesem Alter noch kaum zu rechnen. Ganz abgesehen davon, ob es überhaupt stufengerecht ist, in der Unterstufe bereits Konzept und Sicherheit von Passwörtern zu diskutieren. Sowas ist meines Erachtens erst etwa ab der 4. oder 5. Klasse sinnvoll (und spätestens ab der 6. Klasse auch notwendig).

Aus diesem Grund habe ich an der Schule, an der ich als iScout tätig bin, die Anmeldepasswörter für die Unterstüfler abgeschafft. Weil die Serversoftware für die Anmeldung zwingend ein Passwort verlangt, sich aber bereits mit einem einstelligen zufrieden gibt, habe ich bei allen Erst- und Zweitklässlern einen Leerschlag als Passwort eingerichtet. Auf diese Weise werden die Nerven von Lehrperson und Kindern geschont, und ausserdem wird so weit als möglich vermieden, ein falsches Passwort-Konzept zu vermitteln. Wenn dann ein paar Schuljahre später sich die Mittelstufen-Lehrperson dem Thema annimmt und mit der Klasse über den Zweck und die Sicherheit von Passwörtern spricht, können sich die Kinder selber ihr eigenes Passwort geben. Auch auf die Gefahr hin, dass sie dieses am nächsten Tag schon wieder vergessen haben.

ICT in der Schule: Integrativ alleine reicht nicht

Primarlehrer sein ist ein Beruf, in dem man nicht selten vor Widersprüche gestellt wird. So wird beispielsweise von uns gefordert, dass wir den Unterricht individualisieren und jedes Kind nach seinen gegebenen Fähigkeiten und Entwicklungsstand fördern, gleichzeitig aber müssen wir Lernziele erreichen, die für alle Kinder in der ganzen Klasse genau die gleichen sind. Wie Remo Largo im Buch Schülerjahre feststellt, sind das zwei Forderungen, die sich fundamental widersprechen. Man kann nur eines haben; beides zusammen geht nicht. (Wobei Remo Largo die Auffassung vertritt, dass es allein schon eine Illusion ist, Klassenlernziele umfassend zu erfüllen, und deshalb vehement für eine Individualisierung des Unterrichts plädiert, aber das ist ein anderes Thema.)

„Es gibt kein Fach ICT“

Für den…

Für die Vermittlung von ICT gibt es sehr gute Lehrmittel, sowohl für den integrativen Ansatz…

Ein anderer Widerspruch, mit dem wir Lehrpersonen in der Primarschule konfrontiert sind, betrifft das Thema ICT: Zu recht wird von der Schule verlangt, dass sie sich technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen nicht verschliesst, und so sollen wir unseren Primarschülern auch Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien, eben IKT oder ICT, beibringen. Weil der Stundenplan jedoch eine heilige Kuh ist, bei dem den geringsten Änderungen und Anpassungen jahrelange politische Diskussionen vorausgehen, gibt es im Kanton Thurgau laut dem Amt für Volksschule kein Fach ICT, was bedeutet, dass die gesamte Vermittlung von ICT integrativ in den gewöhnlichen Regelunterricht eingebettet werden soll.

Wenn ich hier stutzig werde, kann ich mich auch hier auf Aussagen anderer Leute aus der Bildungslandschaft berufen, so etwa auf Thomas Merz, Prorektor für Forschung und Wissensmanagement und Fachbeauftragter für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Thurgau, der hinsichtlich der integrativen ICT-Kompetenzvermittlung auf Zeit online sagte:

«Das integrative Konzept macht zwar theoretisch Sinn, aber in der Umsetzung funktioniert es offensichtlich nicht.»

Meiner Meinung kommt es sehr darauf an, von welchen Bereichen in der ICT wir sprechen. Geht es darum, zu lernen, wie man ein Word-Dokument formatiert oder Massnahmen gegen Datenverlust trifft, so kann solches durchaus integrativ zum Regelunterricht vermittelt werden, indem man die Kinder am Computer arbeiten lässt, ihnen wo nötig entscheidende Tipps gibt, jedoch auch den Raum zum Ausprobieren und für Selbsterfahrungen lässt.

Gerade in den wichtigen Bereichen sind wir besonders gefordert

… als auch für die vertiefende Vermittlung spezifischer Themen in Lektionsreihen.

… als auch für die vertiefende Vermittlung spezifischer Themen in Lektionsreihen.

Geht es hingegen um Kompetenzen wie den Umgang mit persönlichen Daten (eigenen oder fremden) im Internet, Verhaltensregeln zur sicheren Online-Kommunikation oder virtuelle Identitäten, greift der integrative Ansatz klar zu kurz. Dabei sind gerade dies nicht nur die wichtigen, sondern auch die interessanten und herausfordernden Bereiche. Hier sind wir Lehrpersonen als Pädagogen gefragt, und hier können wir den Kindern durchaus auch einiges vermitteln – sofern wir selber die entsprechenden Kompetenzen mitbringen. Eine anspruchsvolle Aufgabe!

Das mit dem integrativen Ansatz halte ich trotzdem nicht für falsch. Um die von uns geforderten ICT-Standards zu vermitteln braucht kein eigenes Fach ICT. Wo wir meiner Meinung nach jedoch nicht herumkommen, wenn wir das Vermitteln von sozialen und kommunikativen Aspekten der ICT gewissenhaft machen wollen, sind Gefässe von ein paar wenigen Lektionen im Jahr, in denen wir diese Kompetenzen gezielt vermitteln. Dies müssen wir uns jedoch nicht alles selber aus den Fingern saugen; es gibt hierzu bereits sehr gute Lehrmittel, die uns dabei unterstützen. Mehr davon im nächsten in einem späteren Blogpost.