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Gratis-Karten für den Schulunterricht bei d-maps.com

Für den Realien-Unterricht brauche ich immer wieder mal Karten. Bis anhin hab ich das meist so gemacht wie der gewöhnliche Internet-DAU: Auf Google und dann Bildersuche. Sicher, so findet man auch was, irgendwann vielleicht auch in akzeptabler Qualität und möglicherweise gar ohne Copyright.

Bei einem der so gefundenen Bilder war unten eine URL vermerkt: www.d-maps.com. Sie fiel mir schon länger auf, aber da ich an einen kommerziellen Anbieter dachte habe ich sie nie ausprobiert – bis heute. Ich hätte es schon viel früher tun sollen: Unter d-maps.com gibts Karten in bester Qualität und in Hülle und Fülle. Für mein aktuelles Realien-Thema Thurgau finde hier Thurgau-Karten mit Städten, Gemeinden, Bezirken, Flüssen und nach vielen weiteren Kriterien angepasst. Der Dienst beschränkt sich aber nicht auf die Schweiz, sondern bietet Karten von allen Weltgegenden.

Ich bin begeistert und wundere mich, dass ich nicht schon viel früher darauf gestossen bin.

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Ganz ohne Nutzungsrechte gehts allerdings auch bei d-maps nicht:

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Schweizer Landeskarten: Schön, dass es sie auch online gibt

Wer auf dem Strassenweg möglichst komfortabel und effizient nach – sagen wir – Bern fahren muss und dabei einen Traktor oder einen Mercedes zur Verfügung hat, der nimmt in aller Regel den Mercedes. Wenn es darum geht, online auf Karten eine Gegend zu erkundschaften – etwa für eine Klassenwanderung – und dabei auf hochwertiges Kartenmaterial angewiesen ist, so nehmen viele das Äquivalent des Traktors – sie nehmen Google Maps.

Google Maps oder die Karten von Swisstopo – wenns ums Detail geht, ist der Sieger klar.

Google Maps oder die Karten von Swisstopo – wenns ums Detail geht, ist der Sieger klar.

Nichts gegen Google Maps. Ich verwende es auch oft und gerne, zum Beispiel wenn ich via Street View eine fremde Stadt auskundschafte oder die Distanz von hier nach Murmansk wissen möchte. Wenn es aber um Feld- und Wanderwege in der Region geht, sprich um die Planung einer Schulwanderung, ist Google Maps so untauglich wie ein Traktor für eine Autofahrt quer durch die Schweiz.

Selbst viele Schweizer Lehrpersonen scheinen nicht mehr zu wissen, dass die Karten der Schweizer Landestopografie, auf neudeutsch Swisstopo, weltweit einen erstklassigen Ruf geniessen, seit die «Dufourkarte» 1855 an der Weltausstellung in Paris mit der goldenen Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde. Ihre Präzision, aber auch ihre Ästhetik waren für die damaligen Verhältnisse einzigartig. Ihre Qualität und ihren Weltruf konnten die Schweizer Landeskarten bis zum heutigen Tag erhalten. Und das beste: Sie sind auch online gratis abrufbar.

In die Karten von Swisstopo habe ich volles Vertrauen und plane, wenn es nicht gerade im Hochgebirge ist, ohne rekognoszieren vor Ort auch einen Klassenwanderung ohne Weiters allein mit dieser Karte, in der selbst jeder freistehende Baum punktgenau eingezeichnet ist. Die Landeskarten sind für mich (Jg. 1968) so urtümlich schweizerisch wie der Gotthard, Bundeshaus und SBB. Kein Ausflug in die Berge mit der Grossmutter, keine Schulwanderung, in der die örtliche 1:25’000er-Landeskarte nicht dabei gewesen wäre. Schön, dass es sie heute auch online gibt!

Ausschnitt aus der Dufourkarte, ca. 1860 (Bild: ETHeritage – blogs.ethz.ch)

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